Alles auf dem Gebiete der Moral ist geworden, wandelbar, schwankend, alles ist im Flusse, es ist wahr: – aber alles ist auch im Strome: nach einem Ziele hin.
- Friedrich Nietzsche

Klugwort Reflexion zum Zitat
Friedrich Nietzsche beschreibt hier die Veränderlichkeit moralischer Werte. Moral ist nicht statisch, sondern unterliegt einem ständigen Wandel. Trotz dieser Veränderlichkeit erkennt Nietzsche an, dass dieser moralische Wandel einem Ziel folgt – einer Art innerer Logik oder Entwicklung.
Diese Reflexion fordert dazu auf, Moral nicht als starres Konzept zu begreifen, sondern als dynamischen Prozess, der sich gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen anpasst. Moralische Normen entstehen und verändern sich im Kontext ihrer Zeit und Umgebung.
In einer globalisierten und pluralistischen Gesellschaft ist diese Einsicht hochaktuell. Sie mahnt, moralische Fragen flexibel und kritisch zu betrachten und den historischen Wandel ethischer Überzeugungen zu reflektieren.
Das Zitat lädt zur Reflexion darüber ein, wie moralische Werte entstehen, sich verändern und welche Richtung sie in Zukunft nehmen könnten.
Zitat Kontext
Friedrich Nietzsche (1844–1900) war ein deutscher Philosoph, der für seine kritischen Ansichten über Moral, Religion und Gesellschaft bekannt ist. In seinen Werken hinterfragte er traditionelle Wertvorstellungen und plädierte für eine Neudefinition von Moral.
Dieses Zitat spiegelt Nietzsches Philosophie des 'Werdens' wider, in der er betont, dass alle Werte einem Wandel unterliegen. Er sah in diesem Prozess jedoch nicht Chaos, sondern eine zielgerichtete Entwicklung.
Seine Gedanken fordern bis heute zur kritischen Reflexion über moralische Normen und deren Entwicklung auf.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Friedrich Nietzsche
- Tätigkeit:
- dt. Philosoph
- Epoche:
- Moderne
- Mehr?
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- Emotion:
- Keine Emotion