Aber wie es nicht nur einen rechten Weg gibt, Geld zu erwerben, sondern auch zu verwenden, so muss auch der Ruhm sowohl mit Bedacht erworben als auch verwendet werden.
- Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat
Cicero hebt in diesem Zitat hervor, dass sowohl der Erwerb als auch der Umgang mit Ruhm sorgfältige Überlegungen erfordern. Er zieht eine Parallele zum Umgang mit Geld, das ebenfalls nicht nur ethisch einwandfrei verdient, sondern auch sinnvoll eingesetzt werden sollte.
Ruhm, so Cicero, ist keine bloße Zierde, sondern eine Verantwortung. Die Art und Weise, wie man ihn erlangt, spiegelt den Charakter und die Werte einer Person wider. Ebenso ist es entscheidend, wie Ruhm genutzt wird – sei es für egoistische Zwecke oder zum Wohle anderer. Ciceros Gedanke betont, dass Ruhm, wenn er unbedacht erworben oder verwendet wird, Schaden anrichten kann, während ein besonnener Umgang mit ihm zu nachhaltigem Respekt und einem positiven Vermächtnis führen kann.
Dieses Zitat lädt dazu ein, über die eigene Motivation und Verantwortung nachzudenken, wenn es um Anerkennung oder Erfolg geht. Was treibt uns an, Ruhm zu suchen, und wie beeinflusst dieser unser Handeln? Cicero ermutigt, den Wert von Ruhm nicht nur in seinem äußeren Glanz zu sehen, sondern in seinem Potenzial, Positives zu bewirken.
Die Reflexion inspiriert dazu, Erfolg und Anerkennung nicht als Selbstzweck zu betrachten, sondern als Mittel, um ethische und nachhaltige Ziele zu erreichen. Ciceros Worte mahnen, sowohl die Mittel als auch die Ziele des eigenen Strebens stets kritisch zu hinterfragen.
Zitat Kontext
Marcus Tullius Cicero, ein zentraler Denker der römischen Antike, lebte in einer Gesellschaft, die stark auf Prestige und öffentlichen Ruhm ausgerichtet war. Als Staatsmann und Philosoph erkannte er jedoch, dass Ruhm oft ebenso vergänglich wie gefährlich sein kann, wenn er ohne Bedacht angestrebt oder missbraucht wird.
Dieses Zitat spiegelt die Werte der stoischen und platonischen Philosophie wider, die Cicero tief beeinflussten. Es betont die Wichtigkeit von Tugend und Vernunft, sowohl beim Streben nach Anerkennung als auch im Umgang mit deren Konsequenzen. In Ciceros Zeit war der Ruhm häufig mit Macht und Einfluss verbunden, doch er warnte davor, ihn als Selbstzweck zu betrachten, da dies zu moralischem Verfall und gesellschaftlicher Unruhe führen konnte.
Auch heute bleibt dieses Zitat relevant. In einer Welt, in der soziale Medien und öffentliche Wahrnehmung oft den Wert einer Person definieren, erinnert Cicero daran, dass Ruhm nicht nur mit Weisheit gesucht, sondern auch mit Verantwortungsbewusstsein genutzt werden muss. Seine Worte mahnen, Erfolg und Anerkennung nicht allein um ihrer selbst willen zu erstreben, sondern als Gelegenheit, einen positiven Einfluss auszuüben.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Cicero
- Tätigkeit:
- römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion