Zu Trümmern Wird alles gehn, was wir bedächtig bauten.

- Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Schillers Worte sind eine ernüchternde Erinnerung an die Vergänglichkeit aller menschlichen Werke. Egal wie sorgfältig wir etwas aufbauen, die Zeit und die Unbeständigkeit des Lebens führen unweigerlich dazu, dass selbst das Bedächtigste irgendwann vergeht. Dieses Zitat lenkt den Blick auf die Zerbrechlichkeit unserer Bemühungen und die unvermeidliche Veränderung, die Teil des Lebens ist.

Doch Schillers Worte laden auch zu einer tieferen Reflexion ein: Bedeutet die Vergänglichkeit, dass unsere Bemühungen sinnlos sind? Vielleicht nicht. Sie könnten uns vielmehr ermutigen, den Wert des Prozesses über das Ergebnis zu stellen – die Freude und die Hingabe, mit der wir bauen, statt der Illusion, dass etwas für immer bestehen bleibt. Es ist ein Appell, die Gegenwart zu schätzen und bewusst zu gestalten, auch wenn das Ergebnis nicht ewig währt.

Dieses Zitat mahnt uns, Demut vor der Natur der Zeit zu haben, und erinnert daran, dass das Vergängliche nicht weniger wertvoll ist. Es fordert uns auf, Sinn und Bedeutung in unseren Handlungen selbst zu finden, unabhängig von ihrer Beständigkeit.

Zitat Kontext

Friedrich Schiller (1759–1805), einer der größten Dichter und Dramatiker der deutschen Klassik, setzte sich in seinen Werken häufig mit existenziellen Themen auseinander, darunter die Vergänglichkeit menschlichen Schaffens. Dieses Zitat stammt aus einem seiner Werke und reflektiert die philosophische und literarische Strömung seiner Zeit, die oft von der Zerbrechlichkeit und Flüchtigkeit des Lebens geprägt war.

In einer Epoche des Umbruchs, geprägt von Revolutionen und gesellschaftlichen Veränderungen, war Schillers Werk eine Reaktion auf die Unsicherheit der Welt. Seine Worte über die Vergänglichkeit dessen, was Menschen 'bedächtig bauen', spiegeln diese Realität wider, sie sind jedoch nicht nur Ausdruck von Resignation, sondern auch von Akzeptanz. Schiller erkannte, dass Wandel ein wesentlicher Teil des Lebens ist, und er forderte dazu auf, darin eine Quelle von Bedeutung zu sehen.

Das Zitat bleibt zeitlos relevant und spricht die universelle Wahrheit an, dass nichts auf ewig Bestand hat. Es erinnert daran, sowohl den Prozess des Schaffens als auch die Vergänglichkeit des Geschaffenen mit Würde und Achtsamkeit zu betrachten.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Schiller
Epoche:
Klassik
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Emotion:
Keine Emotion