Wir bewegen uns auf eine Welt zu, die sich neu ordnet und die zu bestimmten Zeiten geordneter erscheinen mag, aber ich sehe keine Anzeichen dafür, dass wir uns auf eine Weltordnung nach meiner Definition zubewegen - nämlich ein System, das von der Mehrheit der Hauptbeteiligten akzeptiert und verinnerlicht wird.
- Henry Kissinger

Klugwort Reflexion zum Zitat
Henry Kissinger spricht in diesem Zitat über die komplexe geopolitische Landschaft und die Herausforderung, eine Weltordnung zu etablieren, die von allen wichtigen Akteuren akzeptiert und verstanden wird. Er gibt zu, dass sich die Welt möglicherweise neu ordnet, aber dass diese Ordnung noch nicht die von ihm angestrebte globale Übereinstimmung erreicht hat. In Kissingers Sichtweise erfordert eine funktionierende Weltordnung mehr als nur die Vereinbarung zwischen Staaten; sie muss auch tief verinnerlicht und akzeptiert werden, um eine nachhaltige und effektive Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Das Zitat regt dazu an, über die Herausforderungen nachzudenken, die mit der Schaffung einer globalen Ordnung verbunden sind. In einer Welt, die von politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Unterschieden geprägt ist, ist es eine schwierige Aufgabe, ein System zu schaffen, das von allen Nationen und wichtigen Akteuren wirklich akzeptiert wird. Kissinger erinnert uns daran, dass eine stabilere Weltordnung nicht nur durch diplomatische Vereinbarungen, sondern durch die tiefere Verinnerlichung und das Verständnis der beteiligten Nationen aufgebaut werden muss.
In einem breiteren Kontext fordert uns dieses Zitat auf, darüber nachzudenken, wie internationale Zusammenarbeit in der heutigen globalisierten Welt aussehen könnte. Es geht nicht nur um die formalen Vereinbarungen, die zwischen Staaten getroffen werden, sondern auch darum, wie Werte, Interessen und Prinzipien zwischen verschiedenen Kulturen und Nationen vermittelt und integriert werden können, um eine gemeinsame Grundlage für Frieden und Zusammenarbeit zu schaffen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Henry Kissinger
- Tätigkeit:
- US Diplomat, Politiker und Gelehrter
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion