Wer nach sich selbst sucht, wird auf Dauer nur Hass, Einsamkeit, Verzweiflung, Wut, Verderben und Verfall finden. Suche aber Christus, und du wirst ihn finden, und mit ihm alles andere.
- Clive Staples Lewis

Klugwort Reflexion zum Zitat
C.S. Lewis bringt in diesem Zitat eine zentrale Idee seines christlichen Glaubens zum Ausdruck: die Suche nach Erfüllung und Sinn in einer höheren Macht anstatt in sich selbst.
Die Warnung vor der Suche nach dem eigenen Ich basiert auf der Überzeugung, dass übermäßige Selbstbezogenheit zu Isolation und innerem Zerfall führen kann. Für Lewis liegt wahres Glück und Sinn nicht in egozentrischen Bestrebungen, sondern in der Hingabe an Christus, der für ihn das ultimative Symbol für Liebe, Wahrheit und Erlösung ist. Durch die Orientierung an Christus öffnet sich der Mensch für eine größere Perspektive, die über die eigene Begrenztheit hinausgeht.
Diese Reflexion lädt dazu ein, die eigene Suche nach Glück zu hinterfragen. Findet man Erfüllung, indem man sich auf sich selbst konzentriert, oder entsteht wahrer Sinn in der Verbindung zu etwas Größerem? Lewis argumentiert, dass nur durch die Hinwendung zu Christus nicht nur spirituelle Erfüllung, sondern auch ein ganzheitliches Leben möglich wird.
Das Zitat inspiriert dazu, über den Unterschied zwischen Egoismus und Hingabe nachzudenken. Es fordert auf, den Fokus vom eigenen Ich auf eine universelle Wahrheit oder ein höheres Ziel zu verlagern. Damit regt es dazu an, die eigene Lebensführung und die Suche nach Glück im Kontext von Spiritualität und Glauben zu betrachten.
Zitat Kontext
Clive Staples Lewis, einer der einflussreichsten christlichen Denker des 20. Jahrhunderts, war bekannt für seine apologetischen Werke und seine Fähigkeit, komplexe theologische Konzepte verständlich zu machen.
Das Zitat spiegelt die Kernbotschaft vieler seiner Werke wider, darunter *Mere Christianity* (‚Pardon, ich bin Christ‘), in dem er die Bedeutung des Glaubens und der Selbstaufgabe betont. Lewis selbst hatte einen Weg vom Atheismus zum Christentum durchlebt, was seine Überzeugung stärkte, dass die Suche nach Sinn und Wahrheit außerhalb des eigenen Ichs stattfinden muss. Er glaubte, dass Selbstbezogenheit und Stolz die größten Hindernisse für spirituelles Wachstum und echte menschliche Verbindungen sind.
Der historische Kontext, in dem Lewis schrieb, war geprägt von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und einer zunehmenden Orientierungslosigkeit der Menschen. Seine Botschaft, Christus als Quelle der Hoffnung und des Sinns zu sehen, sollte den Menschen in einer von Chaos und Unsicherheit geprägten Welt Trost spenden.
Auch in der modernen Zeit bleibt das Zitat relevant, da viele Menschen in einer individualistischen Gesellschaft nach Erfüllung suchen. Lewis’ Idee, den Blick vom eigenen Ich auf eine größere spirituelle Wahrheit zu lenken, bietet eine Alternative zur egozentrischen Lebensweise und fordert zur Reflexion über die Quellen von Sinn und Glück auf.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Clive Staples Lewis
- Tätigkeit:
- brit. Schriftsteller und Theologe
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion