Wenn ich in mir ein Verlangen finde, das keine Erfahrung in dieser Welt befriedigen kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass ich für eine andere Welt geschaffen wurde.
- Clive Staples Lewis

Klugwort Reflexion zum Zitat
Clive Staples Lewis spricht hier eine universelle Wahrheit über das menschliche Verlangen und die Sehnsüchte an. Er deutet an, dass unser tiefstes Streben und unsere Wünsche – die oft unerfüllbar erscheinen – möglicherweise auf eine Dimension jenseits dieser Welt hinweisen. Wenn wir in uns ein Verlangen nach etwas finden, das keine irdische Erfahrung oder materielle Befriedigung erfüllen kann, könnte dies ein Hinweis auf eine tiefere spirituelle Wahrheit sein: dass wir für eine andere, höhere Realität geschaffen wurden.
Lewis’ Zitat lädt zu einer Reflexion über die Natur des menschlichen Verlangens ein. Unsere Wünsche, ob nach Liebe, Erfüllung, oder Wahrheit, scheinen oft in dieser Welt unerreichbar zu bleiben. Doch anstatt diese Sehnsüchte als unerfüllbar oder unrealistisch abzutun, fordert uns Lewis auf, sie als Hinweise auf eine tiefere, transzendente Dimension zu verstehen, die über das irdische Leben hinausgeht.
In einem breiteren Kontext betrachtet, spricht dieses Zitat nicht nur die religiöse oder spirituelle Sehnsucht des Menschen an, sondern auch den allgemeinen Drang des Menschen nach Sinn, Wahrheit und Vollkommenheit. In einer Welt, die oft von materialistischen und pragmatischen Zielen dominiert wird, erinnert uns Lewis daran, dass unsere tiefsten Sehnsüchte möglicherweise darauf hindeuten, dass unser wahres Zuhause und unsere Bestimmung nicht hier auf der Erde, sondern in einer höheren Existenz liegen.
Zitat Kontext
C.S. Lewis war ein britischer Schriftsteller und Theologe, der vor allem durch seine 'Chroniken von Narnia' bekannt wurde, aber auch durch seine tiefgründigen philosophischen und theologischen Schriften. Als Christ und Denker des 20. Jahrhunderts beschäftigte sich Lewis häufig mit der Beziehung zwischen Glaube, Vernunft und menschlicher Sehnsucht. Seine Werke, wie 'Der Gott, den wir anbeten' und 'Der Pilgerreise', reflektieren die spirituellen Fragen, die Menschen über die Bedeutung des Lebens und die Existenz einer höheren Wahrheit stellen.
Das Zitat stammt aus einer Zeit, in der Lewis sich intensiv mit der spirituellen Dimension des menschlichen Lebens auseinandersetzte. Als jemand, der das Christentum auf eine tiefgehende, intellektuelle Weise verteidigte, sah er die Unruhe und das Verlangen der Menschen nach Erfüllung als Anzeichen für eine tieferliegende Wahrheit: dass wir in dieser Welt nur eine unvollständige Existenz erleben und nach einer endgültigen, transzendenten Heimat streben.
In einem weiteren historischen Kontext steht Lewis' Philosophie in der Tradition des Christentums und den Vorstellungen über die Sehnsucht nach dem Göttlichen, die in vielen religiösen Traditionen zu finden sind. Das Zitat erinnert an die klassischen theistischen Ideen, die den Menschen als Wesen sehen, das auf Gott hin geschaffen wurde und sich in dieser Welt nach einer höheren, göttlichen Wahrheit sehnt.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Clive Staples Lewis
- Tätigkeit:
- brit. Schriftsteller und Theologe
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion