Wem, was er hat, nicht paßt, dem gehts wie sonst bei Schuhen; ist er dem Fuße zu weit, fällt er; und es drückt der enge.

- Horaz

Horaz

Klugwort Reflexion zum Zitat

Horaz nutzt in diesem Zitat das Bild eines Schuhs, um eine universelle Wahrheit über Zufriedenheit und Anpassung zu vermitteln. Wenn etwas nicht zu uns passt, sei es materiell, beruflich oder emotional, fühlen wir uns unwohl – entweder weil es uns einengt oder weil es uns den Halt nimmt. Diese Metapher lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie wichtig es ist, ein Leben zu führen, das mit unseren Bedürfnissen und Werten im Einklang steht.

Das Zitat fordert uns auf, kritisch zu prüfen, ob das, was wir besitzen oder anstreben, wirklich zu uns passt. Es ist eine Erinnerung daran, dass äußere Dinge nur dann erfüllend sind, wenn sie unseren inneren Bedürfnissen entsprechen. Horaz zeigt, dass Zufriedenheit nicht von der Größe des Schuhs – oder des Besitzes – abhängt, sondern davon, ob er bequem ist.

Zitat Kontext

Horaz, ein römischer Dichter der Antike, war bekannt für seine scharfsinnigen und oft humorvollen Beobachtungen über das Leben. Dieses Zitat entstammt seiner Lehre der 'aurea mediocritas' (goldene Mitte), die die Bedeutung von Maß und Ausgeglichenheit im Leben betont.

In der römischen Gesellschaft, die oft von Überfluss und Ehrgeiz geprägt war, war Horaz’ Philosophie ein Gegenpol, der zur Besinnung auf das Wesentliche aufrief. Seine Worte sind auch heute relevant, da sie uns daran erinnern, dass wahre Zufriedenheit nicht im Streben nach mehr liegt, sondern im Finden des richtigen Maßes. Die einfache Metapher des Schuhs macht diese Weisheit zeitlos und zugänglich.

Daten zum Zitat

Autor:
Horaz
Tätigkeit:
römischer Dichter und Satiriker
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion