Was ist die Tugend, wenn nicht die Gewerkschaftsbewegung der Verheirateten?
- George Bernard Shaw

Klugwort Reflexion zum Zitat
George Bernard Shaws Zitat ist ein humorvoller und zugleich provokanter Kommentar zur Ehe und den moralischen Vorstellungen, die damit verbunden sind. Die Verbindung von Tugend und Gewerkschaftsbewegung deutet darauf hin, dass Tugend in der Ehe oft weniger auf individuellen Idealen als auf gemeinschaftlichen Regeln, Kompromissen und gegenseitigen Verpflichtungen basiert.
Shaw verwendet die Metapher der Gewerkschaft, um auf die Dynamik innerhalb einer Ehe hinzuweisen. Wie eine Gewerkschaft setzt die Ehe auf kollektive Prinzipien: Schutz, gemeinsame Interessen und eine gewisse Balance zwischen individuellen Bedürfnissen und dem Wohl des 'Kollektivs', in diesem Fall der Partnerschaft. Tugend, im traditionellen Sinne oft mit moralischer Reinheit assoziiert, wird hier als praktisches Werkzeug der Zusammenarbeit und des Überlebens in einer Institution dargestellt, die auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt beruht.
Das Zitat regt zum Nachdenken über die Rolle von Moral und Tugend in Beziehungen an. Es erinnert daran, dass Tugend in einer Ehe nicht nur eine Frage von Idealismus ist, sondern auch von Pragmatismus. Sie entsteht aus der Fähigkeit, miteinander zu verhandeln, Konflikte zu lösen und eine gemeinsame Basis zu finden.
Shaws Worte sind eine humorvolle Einladung, die Ehe und die damit verbundenen Werte nicht nur aus romantischer, sondern auch aus praktischer Perspektive zu betrachten. Sie ermutigen dazu, die Herausforderungen einer Partnerschaft mit einem Augenzwinkern und einem Bewusstsein für die Notwendigkeit von Kompromissen anzugehen.
Zitat Kontext
George Bernard Shaw, ein irischer Dramatiker und Satiriker, war bekannt für seinen scharfen Witz und seine Fähigkeit, gesellschaftliche Normen kritisch zu hinterfragen. Dieses Zitat reflektiert Shaws Interesse an sozialen Strukturen und der Rolle von Moral in menschlichen Beziehungen.
Im historischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts, einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels und der Neuverhandlung traditioneller Rollenbilder, könnte das Zitat als ironischer Kommentar auf die Institution der Ehe verstanden werden. Die Vorstellung, Tugend mit der Struktur einer Gewerkschaft zu vergleichen, hinterfragt die traditionellen Ideale der Ehe und stellt ihre pragmatische Funktion in den Vordergrund.
Heute bleibt das Zitat aktuell, da es die universellen Herausforderungen von Partnerschaften anspricht. Es erinnert daran, dass Beziehungen nicht nur auf romantischen Gefühlen, sondern auch auf praktischen Vereinbarungen und gegenseitigem Respekt beruhen. Shaws Worte laden dazu ein, die Ehe mit Humor und einem Bewusstsein für die Balance zwischen Idealen und Realität zu betrachten.
Das Zitat bleibt eine zeitlose, humorvolle Reflexion über die menschliche Natur und die Kunst, Beziehungen auf eine Weise zu führen, die sowohl realistisch als auch respektvoll ist.
Daten zum Zitat
- Autor:
- George Bernard Shaw
- Tätigkeit:
- Dramatiker, Kritiker und politischer Aktivist
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion