Was ist das – Optimismus?, fragte Cacambo. "Ach", erwiderte Candide, "das ist der Wahnsinn, zu behaupten, daß alles gut sei, auch wenn es einem schlecht geht."
- Voltaire

Klugwort Reflexion zum Zitat
Voltaire kritisiert in diesem Zitat aus seinem Werk *Candide* den blinden Optimismus, der trotz offensichtlichen Leids behauptet, dass alles zum Besten steht. Er stellt die Absurdität dieser Denkweise dar und fordert dazu auf, der Realität ins Auge zu blicken, anstatt sich in selbstbetrügerischem Positivismus zu verlieren.
Diese Reflexion fordert dazu auf, zwischen echtem Optimismus und naivem Schönreden zu unterscheiden. Voltaire mahnt, dass es wenig hilfreich ist, Leid zu ignorieren oder zu relativieren. Stattdessen sollte man sich der Realität stellen und aktiv nach Lösungen suchen.
In einer Welt, in der toxischer Positivismus zunehmend kritisch betrachtet wird, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie fordert dazu auf, Probleme anzuerkennen, ohne in Pessimismus zu verfallen, und sich konstruktiv mit Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Das Zitat inspiriert dazu, kritisch zu denken und das Leben realistisch, aber mit lösungsorientierter Haltung zu betrachten.
Zitat Kontext
Voltaire (1694–1778) war ein französischer Philosoph und Schriftsteller der Aufklärung. Mit seinem Werk *Candide* übte er scharfe Kritik an der Philosophie des uneingeschränkten Optimismus, wie sie Leibniz vertreten hatte.
Dieses Zitat illustriert Voltaires Spott über die Vorstellung, dass alles Leid einen höheren Sinn habe. Seine Werke forderten zur kritischen Reflexion über gesellschaftliche und philosophische Konzepte auf.
Seine Gedanken bleiben aktuell, da sie zur realistischen und kritischen Auseinandersetzung mit Herausforderungen ermutigen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Voltaire
- Tätigkeit:
- französischen Schriftsteller, Philosoph und Intellektueller
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion