La poe sie veutquelque chose d'e norme, debarbare et de sauvage. Die Poesie braucht etwas auf der Skala des Großen, des Barbarischen, des Wilden.

- Denis Diderot

Denis Diderot

Klugwort Reflexion zum Zitat

Denis Diderot beschreibt in diesem Zitat die Poesie als etwas, das nicht nur das Schöne und Harmonische umfassen sollte, sondern auch das Große, das Wilde und das Ungezähmte. Er betont, dass Poesie eine rohe, kraftvolle Qualität benötigt, um wirklich Ausdruckskraft zu entfalten. Diese Sichtweise fordert die Vorstellung heraus, dass Kunst immer verfeinert und elegant sein muss, und ruft dazu auf, auch das Rohe und Ungefilterte als essenzielle Elemente der Kreativität zu erkennen.

Dieses Zitat lädt dazu ein, über die Natur von Poesie und Kunst im Allgemeinen nachzudenken. Warum fasziniert uns das Wilde und das Barbarische? Vielleicht, weil es uns an die ungezähmte Natur des Lebens erinnert, an die tiefen, instinktiven Kräfte, die in uns allen schlummern. Diderots Sichtweise deutet darauf hin, dass Poesie nicht nur das Ziel hat, zu gefallen, sondern auch zu erschüttern, zu provozieren und uns an die Grenzen unserer emotionalen und intellektuellen Wahrnehmung zu führen.

In einer Welt, die oft nach Perfektion und Ordnung strebt, erinnert uns Diderots Zitat daran, dass das Ungezähmte und das Imperfekte ebenso wichtig sind. Kunst, die das Wilde und Barbarische integriert, kann eine tiefere Verbindung zu den elementaren Aspekten der menschlichen Natur schaffen. Es ist ein Aufruf, Kunst nicht nur als etwas Ästhetisches, sondern auch als etwas Rohes und Ursprüngliches zu betrachten, das die Komplexität und Widersprüchlichkeit des Lebens einfängt.

In der heutigen Zeit, in der viele künstlerische Werke durch digitale Perfektion geglättet werden, inspiriert Diderots Zitat dazu, das Wilde und Ursprüngliche in der Kunst zu suchen und zu schätzen. Es ist eine Erinnerung daran, dass wahre Kreativität oft dort entsteht, wo wir die Kontrolle loslassen und das Ungezähmte zulassen.

Zitat Kontext

Denis Diderot, ein französischer Philosoph und Schriftsteller der Aufklärung, war bekannt für seine fortschrittlichen und oft provokanten Ansichten über Kunst und Ästhetik. Dieses Zitat spiegelt seinen Glauben an die transformative und kraftvolle Natur der Kunst wider.

Im Kontext der Aufklärung, einer Epoche, die von Rationalität und Ordnung geprägt war, war Diderots Betonung auf das Wilde und Barbarische in der Kunst bemerkenswert. Seine Worte stellten einen Kontrast zu den vorherrschenden Idealen dar und forderten eine breitere Definition von Schönheit und Ausdruckskraft.

Auch heute ist seine Botschaft aktuell. Sie fordert Künstler und Kunstliebhaber gleichermaßen dazu auf, die Grenzen der Konvention zu hinterfragen und das Rohe, Ursprüngliche und Ungezähmte in der Kunst zu würdigen. Diderots Zitat erinnert uns daran, dass wahre Poesie und Kunst oft aus den intensiven, unkontrollierten und wilden Aspekten des Lebens schöpfen.

Daten zum Zitat

Autor:
Denis Diderot
Tätigkeit:
franz. Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion