Kein Fehler aber ist abstoßender als die Habgier, vor allem bei hochgestellten Personen und Lenkern des Gemeinwesens.
- Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat
Cicero kritisiert in diesem Zitat die Habgier als einen besonders verwerflichen Fehler, insbesondere bei Menschen in hohen Ämtern oder Führungspositionen. Für ihn ist Habgier nicht nur eine persönliche Schwäche, sondern auch eine Gefahr für das Gemeinwesen. Hochgestellte Personen und Führer tragen eine besondere Verantwortung, das Wohl der Allgemeinheit über persönliche Bereicherung zu stellen. Wenn sie stattdessen von Habgier geleitet werden, untergraben sie das Vertrauen der Gesellschaft und schädigen die Gemeinschaft.
Dieses Zitat fordert dazu auf, die moralischen Maßstäbe für Führungspersonen zu reflektieren. Es erinnert uns daran, dass Macht und Verantwortung mit einer Verpflichtung zur Integrität einhergehen. Habgier bei Entscheidungsträgern führt oft zu Korruption, Ungerechtigkeit und einem Verlust an Glaubwürdigkeit. Cicero ruft dazu auf, in der Führungsethik Vorbilder zu finden, die uneigennützig handeln und das Gemeinwohl fördern.
In einer Zeit, in der Korruption und Machtmissbrauch in vielen Gesellschaften immer noch Herausforderungen darstellen, bleibt Ciceros Aussage relevant. Sie mahnt uns, wachsam gegenüber den Motiven von Führern zu sein und jene zu fördern, die ihre Position nicht zur eigenen Bereicherung nutzen. Ciceros Worte laden dazu ein, moralische Prinzipien in den Mittelpunkt von Führung und Verantwortung zu stellen.
Zitat Kontext
Marcus Tullius Cicero, ein römischer Staatsmann, Philosoph und Redner, schrieb dieses Zitat in einer Zeit, in der das Römische Reich von politischen Intrigen, Korruption und Machtmissbrauch geprägt war. Als Anwalt und Politiker setzte sich Cicero oft für Gerechtigkeit und Transparenz ein und kritisierte offen die moralischen Verfehlungen seiner Zeitgenossen.
Im historischen Kontext des antiken Roms hatte Habgier oft verheerende Auswirkungen, da sie zu Machtkämpfen, Ungleichheit und sozialer Instabilität führte. Ciceros Kritik zielte darauf ab, das Bewusstsein für die ethischen Pflichten von Führern zu schärfen und die Bedeutung von Tugend und Integrität in öffentlichen Ämtern zu betonen.
Heute bleibt dieses Zitat universell gültig, da es die Herausforderungen moderner Gesellschaften widerspiegelt. Es erinnert daran, dass Habgier und Machtmissbrauch nicht nur individuelle Schwächen, sondern auch strukturelle Probleme sind, die das Vertrauen in Institutionen und Gemeinschaften untergraben. Ciceros Worte sind ein Appell, Führungspositionen mit Verantwortung, Gerechtigkeit und Selbstlosigkeit auszufüllen, um das Gemeinwohl zu schützen und zu fördern.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Cicero
- Tätigkeit:
- römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion