'Ja, du hattest recht. Morgen wird es nass sein. Du wirst nicht gehen können. Und sie sah ihn lächelnd an. Denn sie hatte wieder einmal gesiegt. Sie hatte es nicht gesagt, aber er wusste es.
- Virginia Woolf

Klugwort Reflexion zum Zitat
Woolf beschreibt hier ein subtiles Machtspiel innerhalb einer Beziehung.
Die Frau gewinnt nicht durch offene Konfrontation, sondern durch stille Genugtuung – sie sagt nichts, aber ihr Lächeln verrät alles. Dies zeigt, dass Kommunikation oft nicht durch Worte, sondern durch Gesten und Blicke geschieht.
Das Zitat fordert uns auf, über die Dynamik zwischen Menschen nachzudenken. Wie oft geht es in Auseinandersetzungen weniger um die eigentliche Sache, sondern um das Gefühl, recht zu haben? Und wie beeinflussen unausgesprochene Signale unser Verhalten?
Woolf erinnert uns daran, dass Kommunikation oft vielschichtig ist – und dass Macht sich nicht immer in Worten, sondern oft in kleinen Gesten manifestiert.
Zitat Kontext
Virginia Woolf war eine meisterhafte Beobachterin zwischenmenschlicher Beziehungen und der psychologischen Feinheiten in menschlichen Interaktionen.
Ihr Zitat steht im Kontext ihrer Romane, die oft die unausgesprochenen Spannungen zwischen Mann und Frau thematisieren. Sie erkannte, dass Macht in Beziehungen nicht nur durch Dominanz, sondern auch durch Subtilität ausgeübt werden kann.
Auch heute bleibt diese Einsicht relevant. In vielen zwischenmenschlichen Interaktionen spielen unausgesprochene Botschaften eine große Rolle. Woolf erinnert uns daran, dass nicht alles, was gesagt wird, entscheidend ist – oft liegt die wahre Bedeutung in dem, was nicht gesagt wird.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Virginia Woolf
- Tätigkeit:
- brit. Schriftstellerin
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion