Ich werde nicht an einem Husten sterben. 'Stimmt - stimmt', antwortete ich.
- Edgar Allan Poe

Klugwort Reflexion zum Zitat
Edgar Allan Poes Aussage „Ich werde nicht an einem Husten sterben. 'Stimmt - stimmt', antwortete ich“ entstammt seiner Kurzgeschichte *Das Fass Amontillado* und illustriert die dunkle, ironische Erzählweise des Autors. Diese Worte spielen auf die tödliche Arroganz und das Selbstvertrauen des Protagonisten Fortunato an, der seine Gefahrensituation nicht erkennt und auf subtile Weise auf sein bevorstehendes Schicksal hingewiesen wird. Der Dialog ist von schwarzem Humor durchzogen und betont Poes Fähigkeit, in scheinbar harmlosen Bemerkungen tiefere Bedeutungen zu verbergen.
Das Zitat lädt zur Reflexion über menschliche Hybris und die Blindheit gegenüber der eigenen Sterblichkeit ein. Es zeigt, wie Menschen oft ihre Verletzlichkeit verleugnen, bis es zu spät ist. Die Reaktion „Stimmt – stimmt“ wirkt sarkastisch und verstärkt die ironische Spannung, indem sie das Unvermeidliche andeutet, während der Protagonist in seiner Selbstsicherheit verharrt.
Poes Worte erinnern daran, wie oft Menschen Warnsignale ignorieren, sei es durch Stolz oder durch die Unfähigkeit, unangenehme Wahrheiten zu akzeptieren. Kritisch betrachtet könnte man fragen, ob das Zitat auch die Ironie des Schicksals beschreibt, das in den vermeintlich trivialen Momenten zuschlägt. Poes meisterhafte Darstellung dieser Szene fordert uns auf, die Warnungen des Lebens und die Schattenseiten menschlicher Selbstüberschätzung zu erkennen.
Zitat Kontext
Edgar Allan Poe (1809–1849), ein Meister der düsteren Kurzgeschichten und Gedichte, war bekannt für seine makabren und psychologisch komplexen Werke. *Das Fass Amontillado*, aus dem dieses Zitat stammt, ist eine Geschichte über Rache und die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche. Die Bemerkung über den Husten zeigt Fortunatos naive Arroganz, während der Erzähler Montresor ihn gezielt in eine tödliche Falle lockt.
Poes Werk reflektiert oft die Themen Tod, Schuld und die dunkle Seite des menschlichen Charakters. Dieses Zitat fügt sich in seine typische Erzählweise ein, indem es subtile Hinweise auf das Schicksal seiner Figuren gibt, die jedoch erst im Nachhinein vollständig verständlich werden.
In der heutigen Zeit bleibt die Geschichte und das Zitat relevant, da sie universelle Themen wie Stolz, Ignoranz und die Konsequenzen von Selbstüberschätzung thematisieren. Sie erinnern daran, wie entscheidend es ist, Warnungen ernst zu nehmen und die eigene Zerbrechlichkeit zu erkennen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Edgar Allan Poe
- Tätigkeit:
- US Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion