Hunde sind sprichwörtlich: Ein Hund wäscht den anderen, Morgenhund hat Gold im Mund, der Glückliche schlägt keine Hunde oder auch: Ich sei, gewährt mir die Bitte, bei euren Hunden der Dritte ...
- Loriot
Klugwort Reflexion zum Zitat
Loriot, der Meister der deutschen Comedy und Satire, bringt mit diesem Zitat die humorvolle Doppeldeutigkeit und das Wortspiel seiner Zeitgenossen auf den Punkt. Er verwendet bekannte Sprichwörter, die sich auf Hunde beziehen, um sowohl eine satirische Beobachtung über zwischenmenschliche Beziehungen als auch eine ironische Bemerkung über die menschliche Natur zu machen. Indem er die Redewendungen so übertreibt und zusammenführt, wie zum Beispiel 'Morgenhund hat Gold im Mund' oder 'der Glückliche schlägt keine Hunde', spielt Loriot auf die Bedeutung von Glück, Beziehungen und Missverständnissen an, die durch diese Sprichwörter symbolisiert werden.
Die Verwendung von Tieren als Metaphern, insbesondere Hunden, ist in Loriots Werk oft ein Stilmittel, um tiefere, oft humorvolle Erkenntnisse über menschliches Verhalten und gesellschaftliche Normen zu vermitteln. Hunde, die in vielen Kulturen für ihre Loyalität und Treue bekannt sind, stehen hier als eine Art 'Spiegel' des menschlichen Lebens – sowohl als Spiegel von Loyalität und Freundschaft als auch von den Missverständnissen, die oft zwischen den Menschen entstehen. Die satirische Übertreibung der Sprichwörter lädt den Leser oder Zuhörer ein, sich über die Ironie in der Kommunikation und die Kluft zwischen Worten und Taten Gedanken zu machen. Loriot schärft auf humorvolle Weise das Bewusstsein für die Schrulligkeit menschlicher Gepflogenheiten und Konventionen.
Zitat Kontext
Loriot, mit bürgerlichem Namen Vicco von Bülow, war ein deutscher Komiker, Schauspieler, Regisseur und Autor, der für seinen feinen Humor und seine genauen Beobachtungen des Alltags bekannt war. Mit seinen Sketchen und Filmen hat er viele Generationen von Zuschauern begeistert und eine Vielzahl von gesellschaftlichen Eigenheiten auf die Schippe genommen. Besonders sein feiner Humor, der oft auf Wortspielen und absurder Übertreibung basierte, ist in diesem Zitat zu erkennen.
Die Sprichwörter, die Loriot hier zitiert, sind typisch für die deutsche Alltagssprache, die sowohl Weisheiten als auch humorvolle Bemerkungen über das Leben enthält. Loriot macht sich über die Bedeutung und die Verwendung dieser Redewendungen lustig, indem er sie in einem Kontext präsentiert, der absichtlich den Eindruck erweckt, dass sie sich nicht auf Hunde oder deren Verhalten, sondern vielmehr auf menschliche Beziehungen und gesellschaftliche Normen beziehen.
Durch seinen scharfsinnigen Humor kritisierte Loriot häufig die Kleingeistigkeit und die Marotten des deutschen Mittelstands, und mit diesem Zitat geht er noch weiter, indem er die Alltagsweisheiten und Konventionen als humorvolle, aber auch unsinnige Konstrukte hinterfragt. Für Loriot war der Humor ein Mittel, gesellschaftliche Normen auf humorvolle Weise zu entlarven und gleichzeitig die menschliche Natur mit all ihren Eigenheiten und Missverständnissen darzustellen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Loriot
- Tätigkeit:
- Humorist, Cartoonist, Schauspieler und Regisseur
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion