Freilich ist das Leben arm und einsam. Wir wohnen hier unten, wie der Diamant im Schacht. Wir fragen umsonst, wie wir herabgekommen, um wieder den Weg hinauf zu finden.

- Friedrich Hölderlin

Friedrich Hölderlin

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Hölderlin verwendet in diesem Zitat eine eindrückliche Metapher, um die menschliche Existenz als ein Gefühl von Isolation und Verlorenheit darzustellen. Der Diamant, der tief im Schacht verborgen liegt, symbolisiert die verborgene Kostbarkeit und das Potenzial des menschlichen Lebens, das jedoch in der Dunkelheit und Einsamkeit der irdischen Existenz eingeschlossen ist. Die Suche nach dem ‚Weg hinauf‘ ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach höherem Sinn, Erleuchtung oder einem Ort jenseits der Begrenzungen des Lebens.

Hölderlin spricht damit die universelle menschliche Erfahrung von Entfremdung und Sinnsuche an. Es ist ein Aufruf, in der Dunkelheit des Lebens nach den verborgenen Schätzen zu suchen, auch wenn der Weg oft unklar bleibt. Diese Gedanken spiegeln die romantische Vorstellung von der Transzendenz und dem Streben nach etwas Höherem wider.

Zitat Kontext

Hölderlin war ein Dichter der Romantik, dessen Werke tief von der Philosophie und den Idealen seiner Zeit geprägt waren. Dieses Zitat ist charakteristisch für seine melancholische Sicht auf das menschliche Dasein und den Konflikt zwischen der Sehnsucht nach dem Göttlichen und den Begrenzungen der sterblichen Welt. Sein dichterisches Werk, wie ‚Hyperion‘ oder ‚Die Hymnen‘, setzt sich intensiv mit diesen Themen auseinander.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Hölderlin
Tätigkeit:
deutscher Dichter
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion