Diejenigen, die ihre Kleidung zum wichtigsten Teil ihrer selbst machen, werden im Allgemeinen nicht mehr wert sein als ihre Kleidung.
- William Hazlitt

Klugwort Reflexion zum Zitat
William Hazlitts Zitat kritisiert auf scharfsinnige Weise jene, die ihren Wert oder ihre Identität in oberflächlichen Dingen wie ihrer Kleidung suchen. Es zeigt, wie leicht Menschen dazu neigen, sich über äußere Erscheinungen zu definieren, anstatt über innere Werte oder Charaktereigenschaften. Die Aussage weist darauf hin, dass diejenigen, die sich ausschließlich auf äußere Insignien stützen, Gefahr laufen, ihren eigentlichen Wert zu vernachlässigen.
Die Kleidung steht hier symbolisch für alle äußeren Attribute, mit denen Menschen sich selbst darstellen – sei es Status, Besitz oder Äußerlichkeiten. Hazlitts Kritik liegt nicht in der Kleidung selbst, sondern in der übermäßigen Bedeutung, die ihr beigemessen wird. Er fordert dazu auf, den Fokus auf das Innere, auf Tugenden, Fähigkeiten und den Charakter zu richten, anstatt sich in oberflächlichen Darstellungen zu verlieren.
Das Zitat lädt dazu ein, über die eigene Identität und Selbstwahrnehmung nachzudenken. Es fragt: Was macht uns wirklich aus? Sind es die Dinge, die wir besitzen, oder die Qualitäten, die wir in die Welt einbringen? Hazlitts Worte ermutigen dazu, sich von der Oberflächlichkeit zu lösen und tiefergehende Werte zu kultivieren.
In einer modernen Welt, die oft von Konsum und der Betonung von Äußerlichkeiten geprägt ist, bleibt Hazlitts Botschaft hochaktuell. Sie erinnert daran, dass wahre Bedeutung und Wert nicht aus dem Äußeren, sondern aus dem Inneren kommen. Seine Worte sind ein Aufruf, Prioritäten neu zu setzen und sich auf die Aspekte des Lebens zu konzentrieren, die wirklich zählen.
Zitat Kontext
William Hazlitt, ein englischer Essayist und Literaturkritiker des 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine präzisen und oft kritischen Beobachtungen über menschliches Verhalten und Gesellschaft. Dieses Zitat reflektiert seine tiefe Abneigung gegen Oberflächlichkeit und die Betonung von Äußerlichkeiten, die er als Hindernis für echte menschliche Entwicklung betrachtete.
Im historischen Kontext seiner Zeit, als Mode und gesellschaftlicher Status zunehmend an Bedeutung gewannen, könnte Hazlitts Aussage als Kritik an einer Gesellschaft verstanden werden, die äußere Erscheinungen über innere Werte stellte. Diese Botschaft ist jedoch zeitlos und spricht universelle Themen an: die Gefahr, sich durch äußere Dinge zu definieren, und die Bedeutung, die inneren Qualitäten Vorrang zu geben.
Auch heute hat dieses Zitat eine starke Relevanz. In einer Kultur, die oft auf visuelle Darstellung und Statussymbole fixiert ist, erinnert uns Hazlitt daran, dass unser wahrer Wert nicht in dem liegt, was wir besitzen oder zeigen, sondern in dem, was wir sind und wie wir handeln.
Daten zum Zitat
- Autor:
- William Hazlitt
- Tätigkeit:
- englischer Essayist, Literaturkritiker und Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion