Derjenige, der das Gemeinwesen verwalten will, wird vor allen Dingen darauf sehen müssen, dass ein jeder seinen Besitz behalte und von öffentlicher Seite keine Schmälerung des Privatbesitzes geschehe.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero betont in diesem Zitat die zentrale Rolle des Eigentumsschutzes in einer funktionierenden Gesellschaft. Er sieht das Recht auf Besitz als eine der grundlegenden Voraussetzungen für Stabilität und Gerechtigkeit im Staat.

Diese Idee ist bis heute in vielen politischen Systemen verankert. Wenn Eigentumsrechte nicht geschützt sind, kann dies zu Willkür, sozialer Unruhe und wirtschaftlichem Niedergang führen. Umgekehrt ist eine Gesellschaft, die den Besitz ihrer Bürger achtet, meist stabiler und wohlhabender.

Das Zitat lädt dazu ein, über den heutigen Umgang mit Eigentum nachzudenken. Wie balancieren moderne Staaten individuelle Eigentumsrechte mit dem Gemeinwohl? Wann wird der Schutz des Eigentums zu einem Hindernis für soziale Gerechtigkeit?

Letztendlich erinnert Cicero daran, dass eine gerechte Verwaltung nicht nur durch Gesetze, sondern durch das Vertrauen der Bürger in die Stabilität ihres Eigentums gewährleistet wird.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero (106–43 v. Chr.) war ein römischer Staatsmann, Philosoph und Redner, dessen politische Ideen bis in die Neuzeit Einfluss hatten. Er war ein Verteidiger der Republik und ein Befürworter von Recht und Ordnung.

Sein Zitat reflektiert seine Überzeugung, dass eine gerechte Regierung das Eigentum ihrer Bürger schützen muss. Dies stand im Kontrast zu willkürlichen Enteignungen, die in der römischen Politik immer wieder vorkamen.

Zur Zeit Ciceros wurde Rom von politischen Kämpfen erschüttert, in denen Eigentumsrechte oft missachtet wurden. Sein Ideal einer stabilen Gesellschaft basierte darauf, dass der Staat die Rechte der Bürger wahrt, anstatt sie aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen einzuschränken.

Auch heute bleibt sein Gedanke aktuell. Die Debatte über Eigentumsrechte, soziale Gerechtigkeit und staatliche Eingriffe ist nach wie vor zentral für wirtschaftliche und politische Diskussionen weltweit. Ciceros Prinzip mahnt dazu, ein Gleichgewicht zwischen individueller Freiheit und staatlicher Regulierung zu finden.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion