Der Mensch weint oft im Schlafe; wenn er erwacht, weiß er kaum, daß er Thränen hatte. Dafür halte das Leben! Im zweiten weißt du nicht mehr, daß du im ersten geweint.

- Jean Paul

Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat

Jean Paul verwendet in diesem Zitat die Metapher des Schlafes, um auf die Vergänglichkeit von Leid und Schmerz im menschlichen Leben hinzuweisen. Der Schlaf symbolisiert einen Zustand des Vergessens und der Heilung, in dem Kummer überwunden werden kann, ohne dass wir uns bewusst daran erinnern. Ebenso beschreibt er das Leben selbst als eine Abfolge von Momenten, in denen Schmerz oft im Rückblick an Bedeutung verliert oder ganz vergessen wird.

Dieses Zitat ermutigt, Trost in der Vergänglichkeit des Leids zu finden. Es lädt dazu ein, den Schmerz nicht zu fürchten, da er im größeren Fluss des Lebens an Bedeutung verlieren kann. Die Aussage betont die heilende Kraft der Zeit und das Wachstum, das aus schmerzhaften Erfahrungen entstehen kann.

Zitat Kontext

Jean Paul, ein deutscher Schriftsteller der Romantik, war bekannt für seine poetischen Reflexionen über das menschliche Leben. Dieses Zitat spiegelt seine philosophische Auseinandersetzung mit der Natur des Leidens und der menschlichen Resilienz wider.

Daten zum Zitat

Autor:
Jean Paul
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion