Das Kriegsfieber, das bald Adern und Arterien verstopfen, Nerven abtöten und das Gehirn zerstören würde, musste sich erst noch entwickeln.
- Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat
Herbert George Wells’ Zitat ist eine kraftvolle Metapher für die zerstörerische Kraft des Krieges und die Art und Weise, wie Krieg nicht nur physische, sondern auch psychische und gesellschaftliche Schäden verursacht. Das ‚Kriegsfieber‘ wird hier als eine Art Krankheit beschrieben, die sich allmählich ausbreitet und schließlich Körper und Geist eines Volkes zerstört. Es spiegelt die Intensität und die Folgen von Konflikten wider, die sich in allen Aspekten des Lebens bemerkbar machen.
Das Bild von ‚Adern und Arterien‘, die durch das Kriegsfieber verstopft werden, symbolisiert die Lebensadern einer Gesellschaft, die durch Krieg blockiert und erstickt werden. Die ‚abgetöteten Nerven‘ und das ‚zerstörte Gehirn‘ deuten darauf hin, dass Krieg nicht nur zu physischen Verlusten führt, sondern auch die geistige und emotionale Gesundheit der Beteiligten untergräbt. Es ist eine Warnung vor der Entmenschlichung und der Verrohung, die mit militärischen Konflikten einhergehen.
Das Zitat regt dazu an, über die psychologischen und gesellschaftlichen Langzeitfolgen von Krieg nachzudenken. Es erinnert uns daran, dass Krieg nicht nur Schlachten und geopolitische Strategien betrifft, sondern auch das Fundament von Zivilisationen angreift: die menschliche Fähigkeit zu Mitgefühl, Vernunft und Zusammenarbeit.
In einer Welt, die immer noch von Konflikten geprägt ist, bleibt Wells’ Metapher eine eindringliche Mahnung. Sie fordert uns auf, die Mechanismen zu hinterfragen, die Kriegsbegeisterung und Gewalt fördern, und uns für Frieden, Dialog und gegenseitiges Verständnis einzusetzen. Seine Worte sind eine Einladung, den Kreislauf von Zerstörung und Leid zu durchbrechen und nach alternativen Wegen zur Konfliktlösung zu suchen.
Zitat Kontext
Herbert George Wells, ein visionärer Schriftsteller und Pazifist, lebte in einer Zeit, die von tiefgreifenden geopolitischen Umbrüchen und den verheerenden Auswirkungen des Ersten Weltkriegs geprägt war. Dieses Zitat spiegelt seine Besorgnis über die Eskalation von Konflikten und deren zerstörerische Folgen für die Menschheit wider.
Im historischen Kontext war Wells Zeuge, wie Nationalismus, Militarismus und industrielle Kriegsführung zu einer der größten Katastrophen in der Geschichte führten. Seine Schriften warnten vor den langfristigen Auswirkungen von Krieg auf die Gesellschaft und die psychologische Verfassung der Menschen. Das ‚Kriegsfieber‘ symbolisiert in diesem Zusammenhang die irrationale Begeisterung und die emotionalen Zustände, die zu Gewalt und Zerstörung führen.
Heute bleibt Wells’ Zitat hochaktuell, da es die zerstörerischen Muster und psychologischen Mechanismen von Kriegen anspricht, die in vielen Teilen der Welt weiterhin präsent sind. Es fordert uns auf, uns der tiefgreifenden Schäden bewusst zu werden, die durch Konflikte entstehen, und nachhaltige Wege zum Frieden zu fördern.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Herbert George Wells
- Tätigkeit:
- britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion