Alles was gut ist, ist auch lobenswert; alles was lobenswert ist, ist auch ehrenhaft; daher ist alles ehrenhaft, was gut ist.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero formuliert in diesem Zitat eine enge Verbindung zwischen Gutsein, Lob und Ehre, die auf einer philosophischen Logik basiert. Seine Aussage folgt einer klaren Argumentationskette: Etwas Gutes verdient Lob, und was Lob verdient, ist ehrenhaft. Daraus leitet er ab, dass alles, was gut ist, auch ehrenhaft sein muss. Diese Überlegung lädt dazu ein, über die Natur von Tugend und Moral nachzudenken. 

Die Reflexion über dieses Zitat zeigt, dass Cicero eine ideale Verbindung zwischen moralischem Wert (Gutsein), sozialer Anerkennung (Lob) und persönlicher Integrität (Ehre) postuliert. Doch diese ideale Verbindung wirft auch Fragen auf: Sind Lob und Ehre tatsächlich immer ein verlässlicher Maßstab für das Gute? Die gesellschaftliche Realität zeigt oft, dass nicht alles, was gelobt wird, wirklich gut oder ehrenhaft ist. Ciceros Ideal fordert uns auf, kritisch zu prüfen, ob unsere Urteile und Werte auf wirklichen Tugenden basieren oder von Oberflächlichkeit und Zeitgeist beeinflusst sind. 

Das Zitat erinnert uns daran, dass wahres Gutsein nicht nur in der Absicht, sondern auch in der Wirkung und Anerkennung durch andere bestehen kann. Gleichzeitig mahnt es, dass Lob und Ehre nur dann von Wert sind, wenn sie auf echtem moralischen Fundament beruhen. Ciceros Gedanke fordert uns auf, Tugendhaftigkeit als zentralen Wert zu betrachten und den Zusammenhang zwischen innerer Moral und äußerer Anerkennung zu reflektieren. 

In der heutigen Welt, die oft von schnellen Urteilen und oberflächlicher Anerkennung geprägt ist, bleibt Ciceros Botschaft relevant. Sie lädt dazu ein, unsere Werte auf das Fundament des Guten zu stellen und dabei zu hinterfragen, was wirklich ehrenhaft ist und warum. Dieses Zitat ist ein Aufruf zu moralischer Klarheit und zur Wahrung echter Tugenden.

Zitat Kontext

Cicero, einer der bedeutendsten römischen Philosophen, Staatsmänner und Redner, war ein Verfechter der stoischen Ethik und einer auf Tugend basierenden Lebensführung. Dieses Zitat spiegelt die stoische Idee wider, dass das Gute, das Lobenswerte und das Ehrenhafte untrennbar miteinander verbunden sind. Es zeigt Ciceros Überzeugung, dass wahre Ehre und Anerkennung nur aus moralisch gutem Handeln erwachsen können. 

In der Zeit Ciceros war Rom geprägt von politischen Intrigen und Machtkämpfen. Seine Philosophie zielte darauf ab, ethische Werte in einer oft korrupten Gesellschaft zu verteidigen. Das Zitat kann daher auch als eine Mahnung verstanden werden, den Fokus auf wahre Tugend und Ehre zu legen, anstatt auf oberflächlichen Ruhm oder opportunistisches Lob. 

Auch heute bleibt Ciceros Gedanke von Bedeutung, insbesondere in einer Welt, in der soziale Anerkennung oft von oberflächlichen Kriterien abhängig gemacht wird. Sein Zitat fordert dazu auf, den Kern von Tugend und Moral zu hinterfragen und wahre Ehre in Handlungen zu finden, die gut und wertvoll sind – unabhängig von äußerer Bestätigung. 

Ciceros Worte sind ein zeitloser Aufruf zu ethischem Handeln und zur Verknüpfung von persönlicher Integrität mit gesellschaftlichem Lob. Sie erinnern uns daran, dass wahre Größe und moralische Stärke untrennbar mit Gutsein und Ehrenhaftigkeit verbunden sind.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
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