Wer den Armen gibt, leiht dem Herrn. Aber man kann auch sagen, dass der Herr uns leiht, damit wir den Armen geben.
- William Penn

Klugwort Reflexion zum Zitat
William Penns Zitat vermittelt eine tief spirituelle und moralische Botschaft über Großzügigkeit und Verantwortung. Es beschreibt den Akt des Gebens als etwas, das nicht nur den Bedürftigen zugutekommt, sondern auch eine Verbindung zum Göttlichen schafft. Die Vorstellung, dass alles, was wir besitzen, letztlich vom ‚Herrn‘ geliehen ist, unterstreicht, dass wir nur Verwalter unserer Ressourcen sind und eine moralische Verpflichtung haben, diese zum Wohl anderer einzusetzen.
Das Zitat lädt dazu ein, über die Rolle von Besitz und Großzügigkeit im eigenen Leben nachzudenken. Es fordert dazu auf, nicht nur aus Mitleid oder Pflichtgefühl zu geben, sondern aus einer Haltung der Dankbarkeit und des Verständnisses, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind. Diese Perspektive verleiht dem Akt des Gebens eine tiefere Bedeutung, da er nicht nur eine soziale, sondern auch eine spirituelle Dimension erhält.
In der heutigen Welt, in der Ungleichheit und soziale Gerechtigkeit zentrale Themen sind, bleibt diese Botschaft relevant. Penns Worte inspirieren dazu, unseren Besitz und unsere Möglichkeiten als Werkzeuge zu sehen, um das Leben anderer zu verbessern, und erinnern daran, dass wahre Großzügigkeit eine Form des Teilens ist, die sowohl dem Geber als auch dem Empfänger zugutekommt.
Zitat Kontext
William Penn (1644–1718), ein englischer Quäker, Philosoph und Gründer von Pennsylvania, war bekannt für seine Vision von Gerechtigkeit, Gleichheit und religiöser Toleranz. Seine Aussagen über Großzügigkeit und soziale Verantwortung spiegeln die ethischen Prinzipien des Quäkertums wider, das sich stark auf die Idee der Gleichheit aller Menschen und die Verpflichtung zur Fürsorge für die Bedürftigen konzentriert.
Dieses Zitat steht im Kontext seiner religiösen und sozialen Überzeugungen, dass Besitz und Ressourcen nicht für den Selbstzweck existieren, sondern für das Gemeinwohl genutzt werden sollten. In einer Zeit, in der soziale Ungleichheit und Armut weit verbreitet waren, bot Penn mit solchen Aussagen eine moralische Orientierung.
Auch heute lädt seine Botschaft dazu ein, über die eigene Verantwortung gegenüber anderen nachzudenken. Sie fordert dazu auf, Besitz nicht als etwas Absolutes zu betrachten, sondern als eine Leihgabe, die wir mit anderen teilen sollten, um eine gerechtere und mitfühlendere Welt zu schaffen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- William Penn
- Tätigkeit:
- englischer Quäker, Kolonialadministrator und Schriftsteller
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion