Wer anderen nicht vergeben kann, bricht die Brücke ab, über die er selbst gehen muss; denn jeder Mensch hat es nötig, dass man ihm vergibt.
- Thomas Fuller

Klugwort Reflexion zum Zitat
Thomas Fullers Zitat erinnert uns an die wechselseitige Natur von Vergebung. Es beschreibt Vergebung nicht nur als Akt der Gnade gegenüber anderen, sondern auch als eine Brücke, die wir selbst benötigen, um voranzukommen. Indem wir anderen nicht vergeben, verweigern wir uns diese Brücke und setzen uns dem Risiko aus, bei unseren eigenen Fehlern auf eine unüberwindbare Kluft zu stoßen.
Das Zitat fordert uns auf, die Bedeutung von Vergebung als Grundlage für zwischenmenschliche Beziehungen zu erkennen. Jeder Mensch macht Fehler, und der Wunsch nach Vergebung ist universell. Wenn wir anderen die Vergebung verweigern, nehmen wir uns die Möglichkeit, Mitgefühl zu üben und die Welt etwas menschlicher zu gestalten. Gleichzeitig weist Fuller darauf hin, dass Vergebung keine Schwäche ist, sondern eine Stärke, die auf der Anerkennung unserer gemeinsamen Menschlichkeit beruht.
Dieses Zitat lädt uns auch dazu ein, über die langfristigen Auswirkungen von Groll und Unversöhnlichkeit nachzudenken. Während wir vielleicht glauben, dass wir uns durch das Festhalten an Verletzungen schützen, ist es letztlich unsere eigene emotionale Freiheit, die darunter leidet. Vergebung ermöglicht es, Brücken zu bauen, die sowohl Heilung als auch Wachstum fördern.
In einer Welt, die oft von Konflikten und Spaltungen geprägt ist, bleibt Fullers Botschaft zeitlos. Sie ermutigt uns, Vergebung als einen Akt der Stärke und der Notwendigkeit zu sehen – nicht nur für die anderen, sondern auch für uns selbst. Indem wir vergeben, schaffen wir die Voraussetzungen für ein harmonischeres und erfüllteres Miteinander.
Zitat Kontext
Thomas Fuller, ein englischer Historiker und Geistlicher des 17. Jahrhunderts, war bekannt für seine tiefgründigen und moralischen Reflexionen. Dieses Zitat spiegelt seine religiöse Überzeugung und seine pragmatische Sicht auf menschliche Beziehungen wider.
Im historischen Kontext einer Zeit, die oft von religiösen und politischen Konflikten geprägt war, könnte dieses Zitat als ein Appell an Toleranz und Versöhnung verstanden werden. Fuller betont die Bedeutung von Vergebung nicht nur als christliche Tugend, sondern auch als praktisches Mittel, um Frieden und Gemeinschaft zu fördern.
Heute hat seine Aussage weiterhin Relevanz, da sie universelle Werte anspricht. In einer zunehmend globalisierten und interdependenten Welt erinnert sie daran, dass Vergebung nicht nur eine individuelle Entscheidung ist, sondern ein zentraler Faktor für soziale Harmonie und menschliche Verbundenheit.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Thomas Fuller
- Tätigkeit:
- anglikanischer Geistlicher, Historiker und Schriftsteller
- Epoche:
- Barock
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- Emotion:
- Keine Emotion