Wenige unter den Menschen sind es, die zum anderen Ufer hinübergehen. Die anderen rennen nur am diesseitigen Ufer auf und ab.

- Buddha

Buddha

Klugwort Reflexion zum Zitat

Dieses Zitat von Buddha spiegelt die zentrale Lehre des spirituellen Erwachens wider. Das ‚andere Ufer‘ symbolisiert Erleuchtung, Befreiung oder das Überwinden weltlicher Verstrickungen, während das ‚diesseitige Ufer‘ die materielle Welt mit ihren Illusionen, Leiden und Begierden darstellt. Nur wenige Menschen haben die Klarheit, den Mut und die Entschlossenheit, den oft beschwerlichen Weg zur inneren Befreiung zu gehen. Der Großteil bleibt gefangen in der Rastlosigkeit des Alltags und sucht Erfüllung in Dingen, die letztlich vergänglich und unbeständig sind.

Dieses Bild regt dazu an, innezuhalten und zu reflektieren: Gehören wir zu denen, die am Ufer entlangrennen, in ständiger Suche nach äußerem Glück, oder sind wir bereit, den Sprung zu wagen und uns der Unsicherheit des ‚anderen Ufers‘ zu stellen? Es fordert uns auf, Prioritäten zu hinterfragen und unseren Fokus auf das Wesentliche zu lenken – die Suche nach Wahrheit und innerem Frieden.

Die Botschaft dieses Zitats ist universell und zeitlos. In einer modernen Welt, die von Konsum und Ablenkung geprägt ist, scheint der Weg zum ‚anderen Ufer‘ oft noch schwieriger zu finden. Doch es erinnert uns daran, dass wahres Glück und Erfüllung nicht im Außen zu finden sind, sondern in der Überwindung der Illusionen, die uns an das ‚diesseitige Ufer‘ binden. Indem wir uns von äußeren Erwartungen lösen, schaffen wir Raum für tiefere Einsicht und inneres Wachstum.

Abschließend inspiriert Buddha uns dazu, unser Leben bewusster zu gestalten, mit einem klaren Ziel vor Augen: die Befreiung von Leiden und die Entdeckung unseres wahren Selbst.

Zitat Kontext

Buddha, auch bekannt als Siddhartha Gautama, lebte im 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. in Nordindien. Seine Lehren basieren auf der Beobachtung des menschlichen Leidens und dem Weg zu dessen Überwindung. Dieses Zitat stammt vermutlich aus einem der ältesten buddhistischen Texte, dem ‚Dhammapada‘, der die Essenz seiner Lehren zusammenfasst.

Der historische Kontext zeigt, dass Buddha in einer Zeit lebte, in der die spirituelle Suche in Indien blühte. Die Menschen suchten nach Antworten auf Fragen nach Sinn, Tod und Wiedergeburt. Buddha bot eine revolutionäre Perspektive, die sich von den damals vorherrschenden vedischen Traditionen unterschied. Statt Rituale und Opfer betonte er die individuelle Verantwortung und die innere Transformation.

Philosophisch verweist das ‚andere Ufer‘ auf das zentrale buddhistische Konzept des Nirvana – den Zustand der völligen Befreiung von Leiden und Samsara, dem Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt. Die ‚anderen‘, die am diesseitigen Ufer verweilen, symbolisieren Menschen, die in weltlichen Begierden und Illusionen gefangen bleiben, ohne den tieferen Sinn des Lebens zu erkennen.

Dieses Zitat hat auch heute Bedeutung. Es ermutigt zur Selbstreflexion und dazu, die oberflächliche Hektik des Alltags zu hinterfragen. In einer Welt, die oft von Materialismus und Ablenkung geprägt ist, bietet Buddhas Weisheit einen Wegweiser zu einem Leben in Achtsamkeit, innerem Frieden und spiritueller Tiefe. Es ruft dazu auf, den Mut zu finden, über die Begrenzungen des Alltags hinauszublicken und den Weg zur eigenen Erleuchtung zu suchen.

Daten zum Zitat

Autor:
Buddha
Epoche:
Frühe Antike
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Emotion:
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