Was ist denn aber für ein Unterschied, ob die Weiber geradezu den Staat regieren, oder ob die, welche ihn regieren, sich von den Weibern beherrschen lassen?

- Aristoteles

Aristoteles

Klugwort Reflexion zum Zitat

Aristoteles äußert sich in diesem Zitat kritisch zur Rolle von Frauen in der Politik. Er hinterfragt, ob es einen Unterschied macht, ob Frauen direkt oder indirekt durch Einfluss auf männliche Herrscher Macht ausüben. Diese Aussage reflektiert die patriarchalen Strukturen der antiken Gesellschaft, in der politische Macht traditionell Männern vorbehalten war.

Diese Reflexion fordert zur kritischen Auseinandersetzung mit historischen Geschlechterrollen auf. Aristoteles’ Ansicht spiegelt die damalige Abwertung weiblicher Einflussnahme wider. Heute lädt dieses Zitat dazu ein, Machtstrukturen zu hinterfragen und für Gleichberechtigung in politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen einzutreten.

In modernen Demokratien, in denen Gleichstellung ein wichtiges Ziel ist, wirkt diese Aussage rückständig, bietet jedoch einen Einblick in die historischen Denkweisen. Sie fordert zur Reflexion darüber auf, wie weit wir in der Gleichstellung gekommen sind und welche strukturellen Ungleichheiten noch bestehen.

Das Zitat regt dazu an, über direkte und indirekte Machtverhältnisse nachzudenken und Gleichberechtigung aktiv zu fördern.

Zitat Kontext

Aristoteles lebte in einer patriarchalen Gesellschaft, in der Frauen weitgehend von politischer Teilhabe ausgeschlossen waren. Seine Schriften zur Staatslehre spiegeln diese gesellschaftlichen Normen wider.

Das Zitat stammt aus Aristoteles’ *Politik*, in der er sich mit Herrschaftsformen und gesellschaftlicher Ordnung auseinandersetzt. Es reflektiert die traditionelle Sichtweise, dass Frauen nicht für Führungsrollen geeignet seien.

Heute dient diese Aussage als historisches Beispiel für Geschlechterdiskriminierung und erinnert daran, die Entwicklung hin zur Gleichberechtigung weiterhin kritisch zu begleiten.

Daten zum Zitat

Autor:
Aristoteles
Tätigkeit:
Universalgelehrter, Philosoph, Naturforscher
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion