Ich könnte meinen Lebensunterhalt bestreiten und gut leben, aber ich will nicht gut leben. Ich bin sehr froh, in meinem Penthouse zu leben, ich bin sehr froh, dass ich einen Scheck abholen kann, ich bin sehr froh, dass ich ein tolles Leben habe und meinen Reichtum ein bisschen verteilen kann.
- Joan Rivers

Klugwort Reflexion zum Zitat
Joan Rivers bringt in diesem Zitat auf humorvolle und gleichzeitig nachdenkliche Weise ihre Haltung zum Wohlstand und zum Leben als Prominente zum Ausdruck. Sie spricht nicht nur über das materielle Leben, sondern auch über den Unterschied zwischen 'gut leben' und 'wirklich gut leben'. Für Rivers scheint es nicht nur um den Besitz von Reichtümern zu gehen, sondern auch um das Teilen dieses Wohlstands und die Freude daran, anderen zu helfen. Ihre Freude an ihrem Leben ist nicht nur an den Dingen, die sie besitzt, sondern auch an der Möglichkeit, ihren Erfolg mit anderen zu teilen. /n/n Doch zugleich wird deutlich, dass Rivers das Leben in der Öffentlichkeit nicht nur als Selbstzweck begreift. Ihre Aussage hebt die Differenz zwischen den Erwartungen an das Leben einer prominenten Persönlichkeit und ihrer tatsächlichen Zufriedenheit hervor. Der Humor, der in ihrem Ton mitschwingt, lässt erahnen, dass Rivers sich selbst nicht zu ernst nahm und die Absurditäten des Lebens als öffentliche Figur oft mit einem ironischen Blick betrachtete. Diese Selbstreflexion zeigt eine eher unkonventionelle Sicht auf Reichtum: Während viele das Streben nach Wohlstand als Selbstzweck sehen, scheint Rivers ein anderes Verständnis von Erfolg und Lebensqualität zu vertreten. Sie betont, dass echtes Wohlbefinden nicht nur im Besitz von Dingen, sondern auch im Teilen und in der persönlichen Erfüllung zu finden ist. Ihr Zitat könnte als eine subtile Kritik an der Oberflächlichkeit der Glamourwelt und gleichzeitig als eine Ermutigung zum bewussten Leben und Geben verstanden werden.
Zitat Kontext
Joan Rivers, eine der bekanntesten Komikerinnen und Schauspielerinnen Amerikas, war für ihren scharfsinnigen Humor, ihre oft selbstironischen Kommentare und ihre Fähigkeit bekannt, die Absurditäten des Lebens zu beleuchten. In diesem Zitat wird ihre charakteristische Mischung aus Humor und Ehrlichkeit deutlich. Rivers' Karriere war über Jahrzehnten hinweg von Erfolgen und persönlichen Höhen und Tiefen geprägt. Als Frau in einer von Männern dominierten Comedy-Welt bahnte sie sich ihren Weg, indem sie nicht nur ihre komödiantische Schärfe, sondern auch ihre Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstironie ausspielte. /n/n In einer Zeit, in der Prominente häufig als Beispiele für extravaganten Luxus und Materialismus dargestellt werden, hebt Rivers sich ab, indem sie auf eine ironische Weise die scheinbar oberflächliche Faszination für Reichtum relativiert. Sie vermittelt, dass Reichtum und der damit verbundene Wohlstand nicht das alleinige Ziel sein sollten. Vielmehr ist es die Freude an den eigenen Erfolgen und die Möglichkeit, diese mit anderen zu teilen, die sie als wichtig erachtet. Diese Haltung ist ein starkes Zeugnis für ihre eigene Philosophie des Lebens, in dem der materielle Reichtum zwar geschätzt wird, jedoch nicht als Endziel oder Identität verstanden wird. Rivers’ Blick auf den Wohlstand war immer von einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Humor geprägt – eine Haltung, die auch den öffentlichen Diskurs über Prominenz und Reichtum kritisch hinterfragt.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Joan Rivers
- Tätigkeit:
- Komikerin, Schauspielerin, Autorin
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion