Ich hatte einen Freund, der plastischer Chirurg war, und er hat kleine Sachen gemacht. Ich hatte nie so etwas wie eine ganze Sache. Ich bin also vielleicht alle zwei oder drei Jahre zu ihm gegangen, und er hat ein bisschen hier, ein bisschen da gemacht; er hat an dir herumgefeilt, so wie man an seinem Auto herumfeilt. Dann wurde ich zum Aushängeschild der Schönheitschirurgie.

- Joan Rivers

Joan Rivers

Klugwort Reflexion zum Zitat

In diesem Zitat beschreibt Joan Rivers auf humorvolle und selbstironische Weise ihre Erfahrungen mit plastischer Chirurgie und die zunehmende Aufmerksamkeit, die sie in diesem Bereich erhielt. Sie erzählt, wie sie immer nur kleine kosmetische Eingriffe hatte – wie das Feilen an einem Auto – und dies nicht als etwas Radikales oder Ungewöhnliches empfand. Doch trotz ihrer unaufgeregten Haltung dazu wurde sie schließlich zum Symbol für Schönheitsoperationen und zur Repräsentantin einer Kultur, die sich zunehmend mit dem äußeren Erscheinungsbild und der 'Verschönerung' von Menschen beschäftigt. Rivers’ humorvolle Erzählweise macht deutlich, dass sie sich bewusst war, wie sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde, und gleichzeitig zeigt sie die Ironie, dass sie, obwohl sie nie eine "komplette Umgestaltung" anstrebte, dennoch als Aushängeschild für Schönheitschirurgie in der Gesellschaft gesehen wurde. Das Zitat fordert uns auf, über die Rolle von öffentlichen Persönlichkeiten und deren Einfluss auf Schönheitsideale nachzudenken und darüber, wie diese Vorstellungen von Schönheit oft durch unauffällige, aber allgegenwärtige Eingriffe in den Körper geprägt werden. Es regt zu einer kritischen Reflexion darüber an, wie Gesellschaften Schönheit definieren und welche Erwartungen an das Aussehen von Individuen gestellt werden.

Daten zum Zitat

Autor:
Joan Rivers
Tätigkeit:
Komikerin, Schauspielerin, Autorin
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion