Klugwort Reflexion zum Zitat
Dieses Zitat von H.G. Wells spielt mit der Spannung zwischen Rationalität und Emotion.
Die Aussage beschreibt zwei gegensätzliche Herangehensweisen an die Welt: Eine Person, die fühlt, um zu denken, und eine andere, die denkt, um zu fühlen. Dies berührt grundlegende Fragen der menschlichen Natur. Ist Rationalität eine Folge von Emotionen? Oder führt Denken uns erst zur Erkenntnis von Gefühlen?
Besonders faszinierend ist die Behauptung, dass 'wir' – also Wells’ Art – sich selbst entkommen können. Dies impliziert eine Fähigkeit zur Reflexion und Distanzierung, die vielen Menschen fehlt. Es deutet auf eine überlegene Denkweise hin, die sich nicht von impulsiven Gefühlen leiten lässt, sondern beides – Denken und Fühlen – in einem ausgewogenen Gleichgewicht hält.
In einer Welt, die oft von Extremen geprägt ist – sei es reine Logik oder übermäßige Emotionalität – zeigt dieses Zitat einen Weg der Synthese. Es lädt dazu ein, sowohl den Verstand als auch das Herz als gleichwertige Instrumente der Erkenntnis zu betrachten.
Zitat Kontext
Herbert George Wells (1866–1946) war ein britischer Schriftsteller, bekannt für seine visionären Science-Fiction-Werke wie 'Die Zeitmaschine' oder 'Krieg der Welten'.
Wells beschäftigte sich intensiv mit philosophischen und gesellschaftlichen Themen, insbesondere mit der Entwicklung der Menschheit. Dieses Zitat könnte aus einem seiner utopischen oder dystopischen Werke stammen, in denen er über den zukünftigen Menschen spekulierte.
Der Gedanke, dass es eine 'Art' von Menschen gibt, die sowohl unpersönlich als auch persönlich sein kann, verweist auf seine Auseinandersetzung mit Transhumanismus und der Evolution des Denkens. Wells war überzeugt, dass sich der Mensch weiterentwickeln muss, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein.
Heute hat dieses Zitat eine besondere Relevanz. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz und menschliche Emotionen zunehmend aufeinandertreffen, stellt sich die Frage, ob es eine neue Art von Bewusstsein geben kann – eines, das sich sowohl der Logik als auch der Emotionen bedient, ohne in Extreme zu verfallen. Wells’ Worte scheinen fast prophetisch zu sein.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Herbert George Wells
- Tätigkeit:
- britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion