Ich bewundere zwar Judi Dench und Sir Ian McKellen, aber ich bin ein Banause. Ich mag das gute Leben zu sehr; ich bin nicht gut darin, Abend für Abend und an nassen Mittwochnachmittagen auf die Bühne zu gehen.
- Anthony Hopkins

Klugwort Reflexion zum Zitat
Anthony Hopkins, einer der bekanntesten Schauspieler unserer Zeit, spricht in diesem Zitat auf humorvolle Weise über seine eigene Haltung zur Schauspielerei im Vergleich zu seinen berühmten Kollegen, Judi Dench und Ian McKellen. Durch seine Selbstkritik – er bezeichnet sich als 'Banause' – drückt er eine gewisse Ehrlichkeit und Bescheidenheit aus. Die Bemerkung, dass er das 'gute Leben' zu sehr mag, um sich dem rigorosen Theateralltag zu unterwerfen, kann als eine Reflexion über die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Kunst des Schauspielens und die persönlichen Prioritäten von Künstlern verstanden werden. /n/n Hopkins gesteht offen ein, dass er nicht den gleichen Berufsethos wie Dench und McKellen teilt, die beide für ihre unermüdliche Hingabe zur Theaterarbeit bekannt sind. Während diese Schauspieler sich der Kunst des Theaters über viele Jahre hinweg verschrieben haben, zieht Hopkins es vor, seine Arbeit in einem anderen Rahmen auszuüben – er bevorzugt die Freiheit, die mit Filmarbeit und einer weniger intensiven Verpflichtung zur Bühne einhergeht. Gleichzeitig könnte dieses Zitat auch ein Hinweis auf die innere Balance sein, die Hopkins in seinem Leben zu finden versucht. Der „gute Leben“-Aspekt verweist auf das Streben nach persönlicher Zufriedenheit und das Bedürfnis nach Erfüllung außerhalb des beruflichen Drucks, was in der Schauspielbranche, in der Ausbeutung des Privatlebens häufig eine Rolle spielt, von Bedeutung ist. /n/n Das Zitat regt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Leben als Künstler an – es zeigt, wie unterschiedliche Menschen ihre Karriere und ihren Beruf auf sehr unterschiedliche Weise leben können, je nachdem, welche Werte und Lebensvorstellungen sie verfolgen. Während das unermüdliche Engagement vieler Künstler bewundernswert ist, stellt Hopkins die Frage, ob diese Hingabe für alle der richtige Weg ist. Er fordert dazu auf, die persönlichen Grenzen zu respektieren und den Raum für eine ausgeglichene, erfüllte Existenz zu wahren.
Zitat Kontext
Anthony Hopkins ist ein Schauspieler von weltweiter Bedeutung, bekannt durch seine Rolle als Hannibal Lecter in 'Das Schweigen der Lämmer' und für viele andere herausragende Darstellungen. Er ist für seine Vielseitigkeit und sein intensives Spiel in Filmen und auf der Bühne berühmt. Dieses Zitat stammt aus einem Moment, in dem Hopkins seine persönliche Herangehensweise an die Schauspielerei in den Kontext seiner Kollegen stellt. Judi Dench und Ian McKellen sind Ikonen des britischen Theaters, deren Engagement für die Bühne und ihre langjährige Arbeit am Royal Shakespeare Theatre sie zu einer Art Maßstab für Hingabe und Professionalität gemacht haben. Ihre Karriere war stark von der Theaterwelt geprägt, in der sie unzählige Male auf der Bühne standen. /n/n Im Gegensatz dazu ist Hopkins für seine Filmkarriere bekannt, die ihm internationale Anerkennung brachte. Während seiner Karriere zeigte er eine Affinität für Projekte, die ihm mehr künstlerische Freiheit und Flexibilität boten, insbesondere in seiner Zusammenarbeit mit großen Filmemachern. Das Zitat spiegelt seine persönlichen Vorlieben und seine Perspektive auf das Leben und die Arbeit als Schauspieler wider. Es steht im Kontrast zu der traditionellen Vorstellung eines Schauspielers, der ständig auf der Bühne steht, und kann als ein Ausdruck seiner eigenen Unabhängigkeit und der Wertschätzung für ein ausgewogenes Leben verstanden werden. /n/n In einem weiteren Kontext könnte man auch die Dynamik zwischen der Theater- und Filmindustrie betrachten: Während das Theater eine sofortige Verbindung zum Publikum und eine tägliche Herausforderung für Schauspieler bietet, ermöglicht der Film den Darstellern eine größere Kontrolle über ihre Arbeitszeit und – in vielen Fällen – eine größere kreative Freiheit. Hopkins' Zitat könnte auch als Kritik an der intensiven, oftmals unbarmherzigen Theaterarbeit gelesen werden, die für ihn weniger verlockend erscheint als die vielfältigen Möglichkeiten, die das Filmemachen bietet.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Anthony Hopkins
- Tätigkeit:
- walisischer Schauspieler
- Epoche:
- Nachkriegszeit
- Emotion:
- Keine Emotion