Der Mensch gelangt an den Rand seines Grabes wie der Zerstreute an die Tür seines Hauses.
- Denis Diderot

Klugwort Reflexion zum Zitat
Dieses Zitat hat eine tiefe emotionale Wirkung, denn es suggeriert ein Gefühl der Endgültigkeit und Sterblichkeit sowie das dem Menschen innewohnende Verlangen nach Verbindung und Zugehörigkeit. Das Bild eines Mannes, der am Rande seines eigenen Grabes steht, einem Ort, der für das Leben nach dem Tod bestimmt ist, ruft ein starkes Gefühl des bevorstehenden Todes und der Unausweichlichkeit der eigenen Sterblichkeit hervor. Gleichzeitig suggeriert die Verwendung des Wortes "zerstreut" ein Gefühl der Trennung und Isolation, als ob der Mann von der Welt und den Menschen, die ihm wichtig sind, abgeschnitten ist. Die Formulierung "zur Tür seines Hauses" deutet auf die Sehnsucht nach Heimat und Familie hin, auf den Wunsch, mit denjenigen wiedervereint zu sein, die bereits gegangen sind. Insgesamt ruft das Zitat eine komplexe Mischung von Emotionen hervor, von Traurigkeit und Angst bis hin zu Sehnsucht und Hoffnung, da es sich mit der grundlegenden menschlichen Erfahrung des Todes und dem Wunsch, über das Grab hinaus erinnert und geliebt zu werden, auseinandersetzt.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Denis Diderot
- Tätigkeit:
- franz. Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Neutral