Das Beklagenswerteste am Alter scheint mir, daß man spürt, wie sehr man in diesem Lebensabschnitt den jungen Leuten verhaßt ist.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero beschreibt in diesem Zitat eine schmerzliche Wahrnehmung des Alters: die Distanz und den Mangel an Wertschätzung, die ältere Menschen oft von der jüngeren Generation erfahren. Diese Worte spiegeln die zeitlose Herausforderung wider, dass unterschiedliche Lebensabschnitte und Erfahrungen zu Spannungen zwischen den Generationen führen können. Die Aussage betont die Einsamkeit und das Gefühl der Ablehnung, die mit dem Altern einhergehen können.

Die Reflexion zeigt, dass Cicero hier ein grundlegendes gesellschaftliches Problem anspricht. Der Konflikt zwischen Alt und Jung resultiert oft aus Missverständnissen und unterschiedlichen Perspektiven. Während ältere Menschen möglicherweise das Gefühl haben, nicht mehr gebraucht oder respektiert zu werden, sehen junge Menschen das Alter oft als etwas Fernes, das sie nicht vollständig begreifen können. Ciceros Worte fordern dazu auf, über diese Dynamik nachzudenken und Brücken zwischen den Generationen zu bauen.

Dieses Zitat lädt dazu ein, die eigene Haltung gegenüber dem Alter und den älteren Generationen zu reflektieren. Wie oft ignorieren wir die Weisheit und die Erfahrungen, die ältere Menschen mitbringen, und sehen stattdessen nur ihre Einschränkungen? Cicero erinnert uns daran, dass Respekt und Verständnis zwischen den Generationen entscheidend sind, um Isolation und Missverständnisse zu überwinden.

Letztlich ist dies ein Aufruf zur Empathie und zur Wertschätzung des Alters. Cicero inspiriert uns, den Austausch zwischen den Generationen zu fördern und die Stärken und Perspektiven jeder Lebensphase zu erkennen. Seine Worte sind eine zeitlose Erinnerung daran, dass Alter kein Grund für Ablehnung sein sollte, sondern eine Quelle von Weisheit und Erfahrung, die es zu respektieren und zu nutzen gilt.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero, ein römischer Staatsmann, Philosoph und Redner, schrieb in einer Zeit, in der die soziale Rolle und der Wert älterer Menschen häufig in Frage gestellt wurden. Dieses Zitat spiegelt die universelle und zeitlose Erfahrung wider, dass das Alter oft mit Einsamkeit und einem Gefühl der Entfremdung verbunden sein kann.

Der historische Kontext zeigt, dass Cicero selbst im Alter eine Phase erlebte, in der er politische Macht und Einfluss verlor. Seine Worte können als Ausdruck seiner persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen verstanden werden, wie ältere Menschen oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Auch heute ist dieses Zitat von großer Relevanz. In einer Welt, die oft auf Jugend und Innovation fokussiert ist, erinnert es daran, dass ältere Menschen eine wertvolle Quelle von Wissen und Perspektiven sind. Cicero lädt uns ein, die Isolation des Alters zu hinterfragen und aktiv an der Integration und Wertschätzung älterer Menschen in der Gesellschaft zu arbeiten.

Seine Worte inspirieren dazu, eine Kultur des Respekts und der Verbindung zwischen den Generationen zu schaffen. Sie sind eine zeitlose Mahnung, das Alter nicht als Belastung, sondern als Bereicherung zu sehen und den Dialog zwischen Jung und Alt zu fördern.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion