Autor ist ein Gattungsname, der, wie der Name aller anderen Berufe, Gutes und Schlechtes, Schätzenswertes und Lächerliches, Nützliches und Angenehmes oder wertlosen Plunder bezeichnen kann.

- Voltaire

Voltaire

Klugwort Reflexion zum Zitat

Voltaire kritisiert hier mit seiner gewohnten Schärfe die allgemeine Vorstellung von Autoren als eine einheitliche Gruppe.

Nicht jeder, der schreibt, erschafft wertvolle Literatur. Genau wie in jedem anderen Beruf gibt es große Meister, aber auch Mittelmäßigkeit und völlige Belanglosigkeit. Die Tatsache, dass jemand ein 'Autor' ist, sagt noch nichts über die Qualität oder den Wert seiner Arbeit aus.

Das Zitat fordert uns auf, über die Bedeutung von Kunst und Kreativität nachzudenken. Ist jede Art von Schriftstellerei wertvoll? Und woran erkennen wir wirklich bedeutende Werke?

Voltaire erinnert uns daran, dass der Titel 'Autor' allein keine Garantie für Qualität ist – und dass es am Leser liegt, zwischen wertvoller Literatur und bloßem Schund zu unterscheiden.

Zitat Kontext

Voltaire war ein französischer Philosoph der Aufklärung, bekannt für seinen scharfsinnigen Humor und seine Kritik an Gesellschaft, Religion und Kultur.

Sein Zitat steht im Kontext seiner oft ironischen Betrachtungen über Literatur und Bildung. In seiner Zeit war das Schreiben noch stärker ein Privileg der Elite, doch auch damals gab es bereits eine Debatte über Qualität und Zweck von Literatur. Voltaire betonte, dass nicht alles, was geschrieben wird, einen echten Wert hat – eine Kritik, die bis heute Bestand hat.

Auch heute bleibt diese Einsicht aktuell. In einer Zeit, in der jeder über soziale Medien, Blogs oder Bücher schreiben kann, stellt sich die Frage: Welche Inhalte sind wirklich bedeutend? Voltaire erinnert uns daran, kritisch zu hinterfragen, was wir lesen – und nicht jedem, der sich 'Autor' nennt, blind zu vertrauen.

Daten zum Zitat

Autor:
Voltaire
Tätigkeit:
französischen Schriftsteller, Philosoph und Intellektueller
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion