Aber für mich ist die Zukunft immer noch schwarz und leer - sie ist eine riesige Ignoranz, die an ein paar zufälligen Stellen durch die Erinnerung an seine Geschichte erhellt wird. Und.
- Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat
Wells beschreibt die Zukunft als ein unbekanntes, leeres Feld – eine dunkle Ungewissheit, die nur durch vergangene Erfahrungen und Erinnerungen erhellt wird.
Diese pessimistische Sichtweise steht im Kontrast zu vielen seiner sonst futuristischen Ideen. Hier betont er nicht den Fortschritt, sondern die Grenzen unseres Wissens: Die Zukunft ist ein Raum, den wir nicht voraussehen können, und unser Wissen darüber ist begrenzt.
Dies fordert uns auf, über unsere eigene Wahrnehmung der Zukunft nachzudenken. Sehen wir sie als hoffnungsvoll und gestaltbar, oder als eine ungewisse Leere? Und wie sehr lassen wir uns von unserer Vergangenheit leiten, anstatt offen für das Unbekannte zu sein?
Wells erinnert uns daran, dass die Zukunft trotz aller Vorhersagen und Erwartungen letztlich immer ein unbeschriebenes Blatt bleibt – und dass wir nur durch unser Handeln bestimmen können, wie sie aussehen wird.
Zitat Kontext
Herbert George Wells war ein visionärer Schriftsteller, dessen Werke oft eine optimistische Sicht auf die Zukunft vermittelten. Dieses Zitat jedoch zeigt eine andere Seite seines Denkens: die Erkenntnis, dass die Zukunft unvorhersehbar bleibt.
Besonders im Kontext seiner Zeit – geprägt von raschem technologischen Fortschritt, aber auch von gesellschaftlichen Umbrüchen – war diese Unsicherheit verständlich.
Auch heute bleibt diese Frage aktuell. Trotz wissenschaftlicher Vorhersagen und Planungen bleibt die Zukunft immer mit Unsicherheiten behaftet. Wells‘ Worte erinnern uns daran, dass Geschichte zwar als Orientierung dienen kann, die Zukunft aber immer offen und ungewiss ist.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Herbert George Wells
- Tätigkeit:
- britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion