Jean Paul Zitate

deutscher Schriftsteller. Auf klugwort findest du insgesamt 1507 Zitate auf 61 Seiten von Jean Paul

Solang' ein Weib liebt, liebt es in einem fort – ein Mann hat dazwischen zu tun.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Der Mensch ist nie sanfter, als wenn er in seinem Entschlusse recht fest ist.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Ich begreife sehr wohl, warum manche ihren Körper so wenig den Befehlen der Weisheit untertänig machen können. Der, dessen Herz bei jedem neuen Vorfall zu pochen anfängt, wird über dasselbe anfangs wenig mit seiner Weisheit vermögen. Denn das Bestreben, den Fehler zu vermeiden, bringt ihn hervor.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Eine beglückte Liebe hätte seine Sehnsucht und sich vertilgt, aber eine unterbrochene hat sie verewigt. Das Schicksal geht mit uns wie mit Pflanzen um, es macht uns durch kurze Fröste reifer.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Alles ist zu ertragen, was nur einen Augenblick dauert. Aber ist denn das Leben nicht bloß aus Augenblicken zusammengestellt? Sagst du dagegen: »Viele Augenblicke machen doch eine Stunde«, so antworte ich: kommt der zweite Augenblick, so ist der erste vorüber; und so weiter; und so machen sie nie eine Stunde.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Das Bedürfnis zu lieben zwingt zu größern Torheiten als die Liebe selber.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Kein großer Philologe hat ein poetisches oder philosophisches Meisterstück geschaffen; man ist nur froh, wenn er seine Sprache halb so gut schreibt, als er die fremde versteht.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Man fürchtet den Gerechten, noch mehr den Ungerechten.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Nichts hasset man so, als die erste Äußerung eines Lasters, das man nicht erwartet.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Lad' ich ein, oder werd' ich eingeladen – zweimal leidet meine Freiheit – aber im Wirtshaus nie.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Wer die Erde verloren, schaue gen Himmel; wer sie gewonnen, schaue wieder gen Himmel; er heilt das verblutete wie das pochende Herz.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Wer die Vergangenheit liebt liebt eigentlich das Leben.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Der Mensch hält sein Leiden für das der Menschheit, wie die Bienen das Tropfen ihres Bienenstandes, wenn schon die Sonne wieder scheint, für Regen nehmen und nicht ausfliegen.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Alles Lehren ist mehr Wärmen als Säen.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Viel Zänkereien in der Ehe kommen davon, daß man verlangt (fordert), der Gatte soll die Liebe erraten, die man auszusprechen zu stolz oder zu schamhaft ist.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Man unterlässet zu viel Gutes, weil der Nutzen, und begeht so viel Böses, weil der Schaden zweifelhaft ist.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eignen berichtigen.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Kein Verstand kann erdichtet sein, aber wohl ein Gefühl.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Es gibt Leute, die, um tugendhaft zu sein, erst Gelegenheit brauchen.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Jeder hat etwas, worin er selbst denkt, und etwas, worin er nachbetet.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Es verlohnt sich nicht, daß man alle Bücher widerlegt. Exzerpieren isoliert und hebt eine Sache heraus.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

In der Jugend hält man von hinten jede für schön.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Weiber hassen den selten, den sie verläumden – sie denken nichts Böses dabei, wenn sie es sagen.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Jede gute Neigung wirkt stärker, wenn sie sich durch Tun, als wenn [sie] sich durch Meiden zeigen muß.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

Kein Egoist hält sich für einen ganzen – er schiebts auf die Menschen.

Jean Paul - deutscher Schriftsteller

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